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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

KNIGHT$: Spezielle Momente erleben

James Knights ist vielen bereits mit seiner Band Scarlet Soho und als aktueller Frontmann der legendären Boytronic ein Begriff. Jetzt hat der fleißige Künstler mit seinem Soloprojekt Knight$ ein spannendes Debütalbum namens Dollar$ & Cent$ vorgelegt, welches sich musikalisch stark am Italo Disco Sound der 80er orientiert. Für mich schien das die perfekte Gelegenheit, James mal näher auf den Zahn zu fühlen und Euch so seine Musik ein wenig näher zu bringen.

Bea:
Wie geht es Dir zur Zeit? Bist Du fleissig wie eine Biene oder eher ein Faultier?

James:
Hahaha! Ich bin immer beschäftigt, obwohl ich mich genau in diesem Moment auf meinen Geburtstags-Urlaub in Griechenland vorbereite.

Bea:
Wir haben Dich das erste Mal beim New Waves Day 2017 in Oberhausen als den neuen Sänger von Boytronic gesehen. Wie hast Du Dich auf einer größeren Bühne gefühlt, als Du eine sehr bekannte Band präsentiert hast, und wie bist Du den möglichen Erwartungen des Publikums begegnet?

James:
Ich singe schon seit einer Weile und habe in der Vergangenheit ähnliche Shows gespielt, aber einfach nur nicht mit Boytronic. Es waren nur 30 Minuten auf der Bühne, also ziemlich easy!
Ich habe ein gutes Verhältnis zu den Boytronic-Fans und sie wissen, was sie von mir bekommen.

Knight$
"Gute Melodien sind jedoch sehr wichtig und Italo Disco ist voller großartiger Melodien."

Bea:
Nachdem Du eine ganze Weile mit der Band Scarlet Soho unterwegs warst, betrittst Du nun Solo-Pfade und zwar mit einem weithin mehr 80er-Italo-Disco-typischen Sound. Warum hast Du Dir genau diese Dekade für Deinen Musikstil ausgesucht?

James:
Ich denke, dass es wichtig ist im Moment (2019) zu leben, dementsprechend versuche ich das was ich mag aus der Gegenwart zu nehmen und es zu den älteren Einflüssen die ich habe hinzuzufügen.
Gute Melodien sind jedoch sehr wichtig und Italo Disco ist voller großartiger Melodien.

Bea:
Dein brandneues Solo-Album Dollar$ & Cent$ wurde im April veröffentlicht. Welche Art von Menschen möchtest Du damit ansprechen?

James:
Ich habe viel Glück. Meine Fanbase ist sehr gemischt. Unterschiedliches Alter und aus vielen verschiedenen Szenen. Sie sind alle willkommen auf den Shows mitzutanzen… aber keine AFD bitte!

Bea:
In Deinem Namen und im Titel Deines ersten Albums erscheint ein Dollarzeichen. Steckt eine bestimmte Bedeutung dahinter, möchtest Du etwa reich und berühmt werden?

James:
Wenn man Musik macht, so wie ich, dann ist man auf irgendeine Art und Weise schon reich...
Auch wenn mein Konto etwas anderes sagt!

Bea:
Du hast sicherlich einige Vinyl-Freaks um Dich herum geschart. Ich habe in Erfahrung gebracht, dass Du keine Möglichkeit hast, Schallplatten über Pledge Music herauszubringen. Hast Du trotzdem immer noch die Absicht überhaupt einmal welche herauszubringen?

James:
Das wird uns die Zeit zeigen! Ich hätte es gerne gesehen, dass das Album auf Vinyl gepresst wird, aber nach der Pleite der Pledge Music Crowdfunding-Plattform, hängt jetzt alles in der Luft.

Bea:
Für Musikliebhaber wäre es bestimmt interessant, zu erfahren wie Du deine Songs entwickelst und welche Tools Du benutzt. Kannst Du beschreiben, wie z.B. der Song Alligator kreiert wurde?

James:
Songs nehmen oft ihren Anfang, wenn ich durch die Straßen gehe. Ich singe die Melodie in mein Handy und nehme es auf, dann laufe ich nach Hause und beginne mit der Programmierung der Musik. 100% Midi um anzufangen und dann gehe ich ins Studio und wandle Midi zu Audio um. Ich benutze den Roland Juno, Pro One und einen Drumtraks Drumcomputer. Sobald der Gesang hinzugefügt wurde, kann ich entscheiden, ob ich es selber abmischen oder eine neuen Denkansatz von jemand anderem haben möchte. Beim neuesten Album habe ich in vielen Fällen Fred Ventura und Paolo Gozzetti aufgesucht, die einen großartigen Job gemacht haben.

Bea:
Was war der lustigste und/oder spannendste Moment während der Aufnahmen für das Album?

James:
Ich habe den Gesang mit Holger bei ihm in Berlin aufgenommen. Er hat vier Dackel, die gerne heulen wenn er singt! Dementsprechend habe ich am Ende eine Menge Zeit damit verbracht, die Hundegeräusche aus den Albumdaten herauszuschneiden. Es sind schöne Tiere, aber nicht die besten Sänger!

Bea:
Im Juli bist Du als Special Guest auf einer UK-Tour zusammen mit A Flock of Seagulls unterwegs. Was verbindet Dich mit der Band?

James:
Ich bin mit ihnen bereits vor zehn Jahren durch England getourt, als ich noch bei Scarlet Soho war. Das waren damals wahrhaftig gute Tage! Es wird schön sein, Mike Score wiederzusehen. Er ist ein klasse Typ.

Bea:
Nenne 5 Bands die Dich am meisten beeinflusst haben:

James:
Scotch, Stock Aitken & Waterman, Grace Jones/Falco, Robyn, Gazebo.

Bea:
In welche 80er-Jahre-Musikerin warst Du verliebt?

James:
Whitney Houston, Madonna, Martika, The Bangles, Tiffany, Valerie Dore… sie alle!

Bea:
Welche ist in Deinen Augen die schlechteste 80er-Jahre-Band?

James:
Jim Diamond - Should’ve Known Better. Zieht Euch das mal rein! Es bringt mich dazu, mich umbringen zu wollen!

Bea:
Für mich ist es sehr auffallend, dass Du live und auf Fotos einen positiven Ausdruck und gute Laune voller Energie herüberbringst, was irgendwie ansteckend ist. Ist es Absicht Dein Publikum und Deine Zuhörer anzustecken?

James:
Ich sehe Livekonzerte als Möglichkeit für jeden, einmal alles von sich abfallen zu lassen und einen speziellen Moment zu erleben. Wenn ich helfen kann, dieses Hochgefühl durch die Musik zu erlangen, gibt es mir auch dieses Hochgefühl. Jenseits der Bühne bin ich viel ruhiger!

Boytronic
"Ich sehe Livekonzerte als Möglichkeit für jeden einmal alles von sich abfallen zu lassen und einen speziellen Moment zu erleben."

Bea:
Du arbeitest auch immer noch mit Holger Wobker von Boytronic zusammen und ein neues Album mit dem Titel The Robot Treatment wird September 2019 veröffentlicht. Wie habt Ihr Euch kennengelernt und wie ist es, mit ihm zusammenzuarbeiten?

James:
Wir haben uns in Berlin auf einen Kaffee getroffen und alles war sofort gut. Ich war schon seit Jahren Fan von Boytronic und ich habe es auch deutlich gemacht.
Bei den Aufnahmen von The Robot Treatment gab es leichte und schwierige Momente, aber es ist Teil des Aufnahmeprozesses und Du kannst nicht erwarten, dass ein gutes Album über Nacht entsteht!
Wenn ich es mir jetzt anhöre, bin ich wirklich froh, dass wir uns dazu entschieden haben, es zu machen und das ist die Hauptsache.

Bea:
Was sind Deine nächsten Zukunftspläne solo und mit Boytronic?

James:
Ich werde die KNIGHT$-Tour zusammen mit A Flock Of Seagulls im Juli beenden und ich hoffe Ende des Jahres für ein paar Clubkonzerte nach Deutschland zurückzukehren. Wir werden das Boytronic-Album voraussichtlich im September veröffentlichen und wir buchen Livekonzerte und Festivals für das ganze Jahr 2020.

Es wird schwierig werden, nächstes Jahr ein neues KNIGHT$-Album zu machen, aber eine EP ist sicherlich möglich!

Website:
facebook.com/Knights101

Art des Interviews: Email
02.06.2019 by Dark80

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