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U.D.O.: "Steelfactory" live in der Zeche Bochum

U.D.O.
U.D.O.

Udo Dirkschneider war Mitbegründer der legendären Accept und ist somit einer der wichtigsten Wegbereiter des deutschen Heavy Metals. Sein großer Aktivposten ist aber längst seine Band U.D.O., mit welcher der Herr aktuell auf "Steelfactory"-Welttournee ist. In diesem Zusammenhang verschlug es die Formation am 12.02.2019 auch in die Zeche Bochum, wo sie - unterstützt von der John Reece samt Band und den Dead City Ruins - die Halle zum Kochen brachten.

Zu einiger Verwirrung hatte wohl im Vorfeld die Verlegung des Konzertes geführt, welches ursprünglich in Oberhausen stattfinden sollte. Den Gesprächen vor Konzertbeginn war zu entnehmen, dass manche diese Verlagerung mit Humor, andere mit Verärgerung nahmen. Der grundsätzlichen Vorfreude auf den heißen Abend voller Stahl und Schwermetall tat das aber keinen Abbruch.

Dead City Ruins
Dead City Ruins

Recht pünktlich betraten die Dead City Ruins aus Australien die Bühne. Tatsächlich waren die Supports nirgendwo angekündigt (oder ich zu doof, entsprechende Infos zu finden), weswegen ich zunächst "Dead City Rollers" verstand - im Nachhinein fiel mir aber auf, dass ich im Zuge meiner journalistischen Tätigkeit schonmal über die Ruins gestolpert war. Bekannt war mir bis dato jedoch nichts von den Aussies, die es in kürzester Zeit und mit großer Spielfreude schafften, das Publikum für sich zu gewinnen. Energiegeladen performten Dead City Ruins Songs vom 2013er Debüt wie Til´Death und Happenzella, ebenso wie Stücke vom letztjährigen Langspieler Never Say Die, darunterWe Are One und Devil Man. Mit einem Augenzwinkern kommentierten sie die Kälte in Deutschland, welche sie mit "...some fire from Australia" hinweg fegten. Die Jungs haben alles richtig gemacht und konnen an diesem Abend sicher einige Fans hinzu gewinnen.
Auffällig war allerdings der eher knapp bemessene Platz, den die Dead City Ruins im vorderen Bereich der Bühne bekamen, was mindestens einmal beinahe zum Absturz des Sängers in den Bühnengraben geführt hätte.

David Reece
David Reece

Auch David Reece und seine Mitstreiter hatten entsprechend wenig Raum auf der Stage. Wer den Herren nicht kennt: Reece hat Ende der 80er kurzzeitig das Mikro bei Accept übernommen, nachdem Udo Dirkschneider ausgeschieden war. Ansonsten verdingt sich der gute Mann in anderen Musikprojekten, derzeit wohl besonders mit den Sainted Sinners. Im Vorprogramm von U.D.O. jedoch scheint das Konzept eher als eine Art David Reece Band angelegt zu sein, wenn man es so nennen darf - also der Sänger mit einer tollen Begleitgruppe. Aus welchen seiner Projekten die performten Songs stammen, kann ich nicht beurteilen, allerdings waren einige Accept-Titel dabei, wie zum Beispiel D-Train als Opener und Hellhammer als grandioser Abschluss. Explizite Begeisterung rief zudem das zur Mitte des Sets herausgefeuerte Generation Clash beim Publikum hervor.
Hatte ich anfangs das Gefühl, dass er es noch etwas schwer hatte, die Zuhörer für sich zu gewinnen, tauten diese doch schnell auf und feierten David Reece letztendlich richtig ab.

Vor dem Headliner gab es einen größeren Bühnenumbau. Sämtliche Amps der Vorbands und deren Schlagzeug wurde abgebaut, aber nicht nur das: Auch die klobigen Monitorboxen mussten weichen - vermutlich verfügten U.D.O. als einzige über ein In-Ear-Monitoring. Wie dem auch sei, auf einmal war Platz auf der Bühne, und nach einem entsprechenden Intro feuerten U.D.O. den Steelhammer ab! Machtvoll unterstrichen Dirkschneider und seine Mannen (von denen im übrigen einer sein Sohn am Schlagzeug ist), warum sie zur Creme de la Creme des Heavy Metal gehören. Zwar mag Udo selbst altersbedingt nicht unbedingt über die Bühne wirbeln, das taten seine Musiker dafür um so mehr was dem Meister mehr als nur einmal ein mit Stolz erfülltes Lächeln entlockte. Er selbst verfügt noch immer über eine großartige und gewaltige Stimme, und so wurde ein fettes Set zum besten gebracht, von dem an dieser Stelle stellvertretend der Opener Tongue Reaper, sowie Smasher wie Metal Machine, In The Heat Of The Night und Vendetta erwähnt werden sollen. Spannend war zudem das lange Gitarrensolo nach Rising High, welches fließend ins Intro von In The Darkness überging und so die Brillianz der U.D.O.-Musiker nochmal betonte. Und wie man an den erwähnten unschwer erkennen kann, waren natürlich viele Stücke vom aktuellen Album Steelfactory im Programm - sollte aber auch normal sein bei der gleichnamigen Tour zum Langspieler. ;)

Da ich gesundheitlich etwas angeschlagen war, strich ich nach etwa 2/3 des Sets die Segel und machte mich auf Richtung Heimat, dankbar für einen schönen und machtvollen Konzertabend.

Bildergalerie vom Abend:
U.D.O. Steelfactory World Tour 2019 Bochum

Links:
udo-online.com
David Reece @ Facebook
facebook.com/deadcityruins

18.02.2019 by Otti

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