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The Other: Match made in hell!

The Other werden dieses Jahr schon ganze zehn Jahre alt! Pünktlich zum Jubiläum hab es The Devils You Know auf die Ohren und Fronter Rod Usher hat sich meinen Fragen gestellt und erzählt über Vegangenheit, Zukunft und kleine Horrorgeschichten.

Nadine:
The Other werden dieses Halloween ganze 10 Jahre alt. Wie fühlt sich an? Gibt es ein paar ganz spezielle Momente, die euch besonders im Kopf geblieben sind?

Rod:
Absolut, denn in den zehn Jahren haben wir viel Positives und wenig Negatives erlebt. Jedes Jahr haben wir mit der Band einen kleinen Schritt weiter gemacht und gemeinsam viele Dinge erlebt, an die wir uns auch lange nach der aktiven Zeit erinnern werden. Mittlerweile fünf Alben, diverse Touren und Konzerte in der ganzen Welt, von USA bis Russland, Shows mit Bands wie Alice Cooper, Bela B., The Cult, The 69 Eyes, Misfits, The Damned, Festivalauftritte auf Wacken, Mera Luna, Summer Breeze, WGT, Amphi, zwei eigene Comics, Fernsehbeiträge und Magazin-Features… Wir haben viel Respekt und wenig Neid und Gegenwind erfahren, auch wenn mit zunehmendem Erfolg die Anzahl der Meckerer natürlich größer wurde. Ich denke einfach, dass wir alles gemacht haben, was als Band ohne großes Label und finanzieller Unterstützung möglich ist. Was ganz spezielle Momente angeht: Erstmal auf Wacken spielen und ein rappelvolles Zelt zu erleben, anderthalb Stunden Autogrammstunde beim Mera Luna geben, Alice Cooper, der uns in der Garderobe besucht, Bela B., der uns auf der Bühne ansagt…

Nadine:
In wie weit habt ihr euch von euren Anfängen bis heute weiterentwickelt?

Rod:
Wir haben ja als Misfits-Coverand begonnen, was man unserer ersten Scheibe definitiv anhört. Doch schon mit dem folgenden Album ging es in eine eigene Richtung, wir haben mehr Gothic- und Metal-Anteile integriert und das über die Jahre ausgebaut. Auch spielerisch haben wir uns natürlich gesteigert, so dass mittlerweile viel mehr möglich ist. Heute arbeiten wir mehr mit Atmosphäre, Dynamik und ausgearbeiteten Details. Aber im Grunde ist unser Stil nicht groß anders geworden.

Nadine:
Gerade habt ihr euer fünftes Album "The devils you know" herausgebracht. Wie waren die bisherigen Reaktionen auf die Platte?

Rod:
Grundsätzlich sehr positiv, denn unsere Hörerschaft ist ja mit der Band gewachsen und hat unsere Entwicklung verfolgt. Der Großteil liebt die stetige Weiterentwicklung. Aber gibt immer Leute, die meckern und jetzt „zu viel Metal, zu wenig Punk“ schreiben. Ich selbst weiß nicht, warum man mit einem solchen Schubladendenken an Musik geht. Wenn es gute, harte Musik ist, ist doch alles in Ordnung. Und die liefern wir definitiv ab!

Nadine:
Böse Zungen behaupten, das Horror-Punk-Genre wäre ausgestorben, was ihr mit euren letzten Platten eindeutig dementiert habt. Was sind eure Beweggründe hinter der Musik und daran festzuhalten?

Rod:
Mann kann nicht leugnen, dass im Horrorpunk derzeit nicht viel passiert. Blitzkid spielen ihre letzte Tour und wir bewegen uns fast alleine auf weiter Flur, neben The Fright und den Bloodsucking Zombies vielleicht. Aber erstens haben wir ja die neue Horrorpunk-Szene mitbegründet und zweitens lieben wir das Genre einfach. Klar, The Other funktionieren auch ohne eine große Horrorpunk-Szene, da wir mittlerweile auf vielen losgelösten Veranstaltungen spielen, aber das Genre ist eben unsere Heimat. Und Totgesagt leben länger! Untote sowieso!

Nadine:
Wer sind eure Vorbilder und woher bekommt ihr eure Inspiration?

Rod:
Anfangs waren es natürlich die Misfits. Heute spielt da noch eine Ecke mehr rein. Danzig, AFI, Iron Maiden, Type O Negative, The Cult, The Damned, Die Ärzte, KISS. Das sind Bands, deren Einfluss man vielleicht hören kann. Aber wir setzen uns nicht hin und wollen etwas kopieren, sondern schreiben einfach die Musik, die wir selbst gerne mögen. Und da wird man unbewusst von großen Vorbildern beeinflusst.

Nadine:
Wovon handeln eure Songs im Großen und Ganzen?

Rod:
Wenn man es platt ausdrücken will, sind es alles kleine Gruselgeschichten. Manche basieren auf die Aussage von Filmen oder Büchern, manche stellen persönliche Erfahrungen und Emotionen dar und manche sind einfach nur Fun-Texte. In vielen Songs finden sich gesellschaftliche und politische Anspielungen.

Nadine:
Ihr habt ein neues Mitglied in eurer Truppe. Wie kam die Zusammenarbeit mit Viktor Sharp zustande?

Rod:
Viktor ist ein alter Freund von uns. Aber wie so oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht und wir haben erst andere Bassisten getestet, bevor wir ihn fragten. Er spielte bereits in diversen anderen Metal- und Hardcore-Bands bevor er zu uns stieß aber jetzt ist es das Gefühl eines „Match made in Hell“!

Nadine:
Von Viktor stammt ja auch die Idee für die Ballade "Ewigkeit". Was hat es damit auf sich einen deutschen genreuntypischen Song auf die Platte zu packen?

Rod:
Die Melodie stammt von mir und ist bereits sechs Jahre alt. Aber Viktor hat dieser Idee einen symphonischen Anstrich verpasst, da wir beide Lust auf eine richtige 80er Ballade a la KISS oder Skid Row hatten. Zwar wird das Stück jetzt hauptsächlich mit Unheilig oder Die Ärzte verglichen aber das war nicht die Intention dahinter. Der Song spaltet die Hörerschaft, das ist mittlerweile offensichtlich, aber Vik und ich lieben den Song. Die anderen beiden mögen ihn weniger…

Nadine:
Nach fünf Jahren bringt ihr jetzt auch wieder einen Comic, The Other – Der Fluch des Kultes, auf den Markt. Worum geht es und woher stammt die Idee?

Rod:
Die Story-Idee stammt erneut von mir, umgesetzt hat sie „Schwarwel“, der ja unter anderem für den Die Ärzte-Comic verantwortlich war. Panini bringt das Heft in den Handel, was eine große Ehre für uns ist! In der Geschichte streben wir weiterhin nach der Weltherrschaft, sollen aber von einem religiösen Kult daran gehindert werden, der erst Bassist Migore Drake umbringt und dann nach unserem untoten Leben trachtet. Wir allerdings erwecken Viktor Sharp und kämpfen, mit Unterstützung einiger Kreaturen und unserer Fans, gegen den Kult an. Horror, Sex und Action, es ist alles dabei!

Nadine:
Dieses Jahr kann man euch noch ein paar Mal auf der Bühne sehen. Freut ihr euch auf einen bestimmten Gig besonders? Und kommen da noch mehr zu?

Rod:
Freuen tun wir uns auf jeden Gig aber bei einigen gibt es natürlich eine besondere Erwartungshaltung. Beim Rock Harz Festival spielen wir beispielsweise als allerletzte Band auf der Hauptbühne, direkt nach Amon Amarth. Und beim Amphi-Festival stehen wir in unserer Heimatstadt auf der Bühne. Im Oktober touren wir zudem durch Deutschland und da dürften speziell Hamburg und Leipzig wieder besonders großartig werden. Aber das Highlight des Jahres wird dann hoffentlich unsere 10-Jahres Feier im Kölner Underground!

Nadine:
Wie werdet ihr den Geburtstag an der heiligen Nacht des Horror-Punks denn feiern?

Rod:
Bei der Zehn-Jahres-Feier am 31.10. in Köln werden wir das wohl längst The Other Set überhaupt spielen, dazu erstmals seit vielen Jahren wieder ein paar Misfits- Klassiker, zu denen wir unseren ersten Basser Andy Only dazu holen und ein paar Songs mit Ex-Basser Migore Drake. Natürlich werden wir auch Songs spielen, die wir lange nicht mehr live gebracht haben. Und natürlich gibt es das, was es bei uns an Halloween immer gibt: hunderte verkleideter Fans, Party und Pogo und Stagediving, After-Show Party, etc. Ansonsten wird die Tour drumherum einfach auch so ein großes Ereignis, da u.a. ja Blitzkid danach aufhören, also es ein letztes Mal The Other und Blitzkid zusammen zu sehen gibt und unsere lieben Freunde – die Bloodsucking Zombies - uns auch noch die Ehre geben! Eine Tradition endet trotzdem dann…

Nadine:
Wie sehen eure Pläne für 2012/2013 noch so aus?

Rod:
Nach der Oktober-Tour spielen wir erstmals in Russland, in Moskau. Im Frühjahr hoffen wir dann, mal wieder in die USA über zu setzen und toll wäre es, wenn wir 2013 mal wieder auf Wacken, Summer Breeze, Mera Luna oder WGT zu sehen wären. Ich wünsche mir auch schon länger mal beim Blackfield oder Devilside zu spielen. Das Geilste allerdings wäre mal ein Gig bei Rock am Ring und eine Tour mit passenden, großen Bands, wie Die Ärzte, KISS, Rob Zombie, Danzig oder AFI!

Nadine:
Dann bedanke ich mich ganz herzlich für das Interview und wünsche euch noch viel viel Erfolg für die Zukunft!

Rod:
Ich hab zu danken!!!! Liebe Grüße und alles Gute, Rod

Rezension zu The Devils You Know
www.the-other.de

Art des Interviews: Email
27.06.2012 by HerInfernalMajesty

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