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(K)Eine Nacht im Bergwerk: Stattdessen im Volkshaus

"Na toll! Jetzt haben die Eine Nacht im Bergwerk nach Zürich ins Volkshaus verlegt!“ Zumindest so ähnlich sprach sich die weniger schöne Nachricht wie ein Lauffeuer herum. Statt einer urgemütlichen Atmosphäre mehrere hundert Meter im Bergwerk, verhießen die sterilen Fotos des Volkshauses, v.a. genutzt als Kongresszentrum, eher ein „fehl-am-Platz-Gefühl“. Auch die wenige Tage vor dem Event erfolgte Kontaktaufnahme mit Tilo über Handy verlautet: das Festival versinkt im Chaos...keine Garantie für irgendetwas...

Von nichts und niemanden unterzubekommen, fuhren Martin und ich gen Zürich, um dort prompt vor dem großen Rätsel der Verkehrsordnung zu stehen. Zum einen verfuhren wir uns, zum anderen wurden wir aus der Straßenverkehrsordnung nicht schlau. Eine Kreuzung, vier Richtungen, dazwischen drängelte sich noch eine Straßenbahn und keinerlei Ampel oder Verkehrshinweisschild. Wer das übersteht, kann eindeutig in Indien die Rush-hour gemütlich angehen. Gut, dass wir dafür schon mal geübt haben! Parkplätze waren ebenfalls Mangelware und mit fünf Euro für zwei Stunden recht teuer, aber leider nicht änderbar. Gerädert von der vierstündigen Fahrt, machten wir es uns in einem Cafe gemütlich und warteten auf Kathi und Cassi.

Trotz Vorab-Chaos zeigte man sich an der Abendkasse sehr kulant und ließ Martin und mich kostenfrei passieren, obwohl bislang keine Gästeliste von Lacrimosa aufgetaucht war. Sehr löblich (denn im Nachhinein erfuhr ich von Tilo, dass es mit der Gästeliste so seine Probleme gab bei den anderen). Die Erleichterung folgte zugleich, denn im Volkshaus war es gar nicht so ungemütlich, wie befürchtet. Wirkte nur etwas klein und wenig gefüllt.

Mono Inc. war die erste Band, die wir mitbekamen. Wie gewohnt im elektronischen Gewand, schafften sie es schnell für Stimmung zu sorgen. Danach erfolgte das erste Highlight des Abends: Letzte Instanz. Gut gelaunt und mit brachialer Musik spielte man sogar neben den sonst üblichen Songs Der Garten. Amüsant war Holly D. Reaktion zu beobachten, als M. Stolz (Geiger) ihn mitteilte zum letzten Lied zu kommen. Ein beharrliches Kopfschütteln seitens Holly D. animierte den Sänger erneut es schonend Holly D. beizubringen. Er schüttelte abermals den Kopf und stimmte zielgerichtet das nächste Stück an.

Saltatio Mortis ging komplett spurlos an uns vorbei. Vielmehr nutzten wir diese Stunde um Flüssigkeit zu tanken, zu rauchen und noch mal aufs Klo zu gehen (wegen der Aufregung). In die vordersten Reihen zu kommen, war kein Problem. Getreu dem Motto: „wer erste Reihe steht, der...“ nahmen wir in der zweiten Platz und wurden auf eine echte Geduldsprobe gestellt. Die Minuten vergingen einfach nicht und Hintergundmusik lief auch keine. Zudem wuselten die Techniker immer verzweifelter auf der Bühne herum, da es hörbare Probleme mit dem Keyboard gab. Die seitens Mono Inc. und Letzte Instanz aufgebaute Stimmung war meinerseits völlig verflogen und mit 25 Minuten Verspätung erklang schließlich DAS Intro. Wer Lacrimosa öfter Live erlebt hat, der kann die Setliste erahnen: Schakal, Alleine zu zweit gefolgt vom Kometen. Leider gab es immer wieder Probleme mit dem Sound. Die Stimmung war gut und meine Sicht uneingeschränkt perfekt. Nur leider verging mal wieder viel zu schnell die Zeit. Der Anfang von Ohne Dich ist alles nichts wurde seitens Tilo abgebrochen, damit er dem Publikum mitteilen konnte, dass sie dieses Stück das vorerst letzte Mal in Europa spielen werden. Demnach wurde es meinerseits zu einem ganz besonderen Erlebnis. Lichtgestalt war ebenfalls dabei, allerdings entschieden wir uns vorab, das Fcbanner im Auto zu lassen, was auch gut so war. Meiner Meinung nach hätte es an diesem Abend nicht so richtig hineingepasst, mittels Banner auf sich aufmerksam zu machen. Stolzes Herz ersetzte das auf der Setliste stehende und von mir schmerzlich vermisste Bresso. Generell ist anzumerken, dass viel zu wenig unbekanntere Songs gespielt wurden. Vielmehr jagte ein Hit den anderen. Auch Anne sang ihre obligatorischen zwei Stücke und ich wünschte mir so sehr mal wieder No Blind Eyes Can See zu hören. Ehe ich richtig im Schwelgen und Träumen war, war das Konzi auch schon wieder vorbei, wobei den Rausschmeißer wie zum WGT Copycat bildete.

Lacrimosa gehen nun in wenigen Wochen in Südamerika auf Tour, während die deutschen Fans vorerst im Ungewissen gelassen werden, wann Anne und Tilo uns erneut einen Besuch abstatten werden. Gegen viertel Drei wurde schließlich die Müdigkeit so groß, dass wir dem Volkshaus den Rücken zu kehrten. Zuvor betrieben wir allerdings noch wissenschaftliche Studien über Körperkläuse sowie Mitglieder und Nichtmitglieder des Instituts für komisches Tanzen. Anders ausgedrückt: wir hatten unseren Spaß mit dem Tanzstil anderer...
Wehmütig stieg ich ins Auto und hoffe alsbald ein weiteres Lacrimosa-Konzi vor Augen zu haben, auf dass ich mich freuen kann.

11.09.2010 by Eisprinzessin

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