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Forever Slave

Biographie
Anno 2000 - im Jahr der guten Vorsätze und Weltuntergangsprophezeiungen - zog ein ungewöhnlich bleiches Duo der Mittelmeer-Metropole Valencia aus, die glühende Sonne Spaniens zu verdunkeln. Die talentierte Künstlerin und Sängerin Lady Angellyca, hierzulande in der Gothic-Szene bereits als betörend erotisches Fetisch-Modell bekannt, gründete gemeinsam mit Gitarrist und freundschaftlich verbündeten Gefährten Servalath die Band FOREVER SLAVE, um ihrer Leidenschaft für düster morbide Musik harter Gangart, umgesetzt in spanischen und englischen Texten, eigenen Ausdruck zu verleihen. Schnell fanden sich in der kleinen Untergrundszene der Hafenstadt Gleichgesinnte mit denen man in bester schwarzmetallischer Tradition das erste Demo „Hate“ einknüppelte. Ruhelos wie Carpenters Vampire erhoben sich die Kinder der Nacht nur wenige Monate später erneut aus dem heißen Staub der Straßen und lieferten ein deutlich mehr an Dark Ambient orientiertes, zweites Werkstück „Dark Angel“ (2001) ab, das auch außerhalb der iberischen Halbinsel einige Wellen der Beachtung bis vor die Küste Norwegens zu schlagen vermochte, wo Kristian Gundersen, Ex-Frontmann der Gothic-Metaller Sirenia, aufhorchte. Im regen künstlerischen Austausch und mit neuer, erweiterter Besetzung erschuf man im Frühling 2004 „Resurrection“, welches den Stil der mittlerweile sieben Romantik-Metaller zwischen orchestraler Klassik und rauen, ungeschliffenem Metal-Bombast mit sehnsüchtigem Violinenspiel weiterentwickelte. Der harsche, ursprüngliche Grunzgesang von Schlagzeuger Edward steht dabei im reizvollen Gegensatz zum zart melancholischen Sopran-Canto Lady Angellycas und erhöht so noch die instrumental angelegte Spannung. „Resurrections“, eine vampireske Oper, erzählt die grausame Geschichte der ungarischen Gräfin Elisabeth Bathory, die Hunderte von jungen Frauen dahinschlachtete, um sich in ihrem Blut zu baden. Lady Angellycas Texte versetzen sich mit Vorliebe in die Gedankenwelt ihrer Protagonisten, zeichnen gekonnt die Hassliebe zwischen der blutrünstigen Herrscherin und ihrem Dienstmädchen Ophelia nach, wodurch sie den Hörer tief in die lyrische Vorlage verstrickt. Kurz nach Fertigstellung folgte Lady Angellyca dem Ruf als Kunst-Lehrerin an einer katholischen Klosterschule, wo sie ausschließlich Nonnen unterrichtete, was vor diesem Hintergrund fast bedenklich erscheint!

Mit einigem Songrepertoire in den Falten der Umhänge begeisterte die junge Band fortan auch live auf zahlreichen Bühnen der Heimat, wo sie bei Kerzenschein und atmosphärischer Bühnenshow die schwarzen Herzen in ihren Bann ziehen. Ihre zunehmende Bekanntheit in Insiderkreisen verbreitete sich schnell über die Grenzen hinaus und erreichte endlich ein offenes Labelohr: Das umtriebig-aufstrebende Hamburger Label Armageddon Music machte das Rennen und FOREVER SLAVE zu Kollegen von Bands wie Metalium, Holy Moses oder Suidakra, Vanguard und Aeternitas als in den schwülen Nächten Mallorcas bei Sangria und Mondlicht die Zukunft des Septetts vertraglich, wir wissen nicht womit, besiegelt wurde. So bestärkt liefen Ignaz, der schöne Teufelsgeiger, Chefgrowler und Schlagzeuger Edward sowie Miguel am Bass zu neuer Höchstform auf, das in den Köpfen rumorende, neue Songmaterial von Gitarrist Servalath und dem jungen Musikstudenten Leal am Keyboard zu arrangieren. Zudem motivierte und inspirierte ein hochkarätiger Zugang die eingeschworene Clique: Leadgitarrist Osvalth, zuvor für die argentinischen Melodic Black Metaller Vampiria tätig, verstärkte seit 2003 mit aggressiver Riffhärte die Soundgewalt der Spanier, die er mit der leidenschaftlichen Traurigkeit eines mitternächtlichen Tangos zu vermischen weiß. Ist es Schicksal oder Zufall, dass der Band-Älteste den Weg zu FOREVER SLAVE gefunden hat - Osvalth lacht verschwörerisch: „Lady Angellyca und Servalath kontaktierten mich schon vor vielen Jahren, da ihnen ein Album Vampirias in die Hände gefallen war. Doch mit Tausenden von Kilometern zwischen Argentinien und Spanien war eine enge Zusammenarbeit undenkbar. Einige Jahre später verließ ich den Staat Buenos Aires, um auf dem spanischen Festland mein Glück zu suchen. Eines Abends erinnerte ich mich meiner Freunde und rief Servalath an, der mich fragte, wo ich ansässig geworden sei. Ungläubig stellten wir fest, dass wir nicht nur in derselben Stadt wohnten, sondern uns nur zwei Straßen voneinander trennten. Damit war unsere gemeinsame musikalische Zukunft beschlossen.“ Gutgelaunt verbringt die heißblütige Band die Wintermonate mit den Arbeiten zum neuen Album bis endlich zur Mandelblüte die mallorkinischen Tornado-Studios geentert werden. Einen Monat lang verbringt man mit dem Konstruieren geheimnisvoller Soundgewölbe des Nachts im Stil der frühen Theatre Of Tragedy und Therion. Schon im Opener „Lunatic Asylum“ spiegelt sich die erstaunliche Bandbreite vom akustischen Klavierspiel mit einsamer Violinenbegleitung bis zum Riff- und Gitarrensoli-getriebenen Symphonic Gothic Metal, über den hinweg Lady Angellyca erst flüsternd, dann engelsgleich das Inferno in Gang setzt. Man nimmt sich Zeit für leise Sequenzen, in welchen nur Streicher und atmosphärische Stimmen das Schluchzen Alices unterstreichen wie in „Equilibrium“, verbindet altvertrautes Glockengeläut, das „The Circles Of Tenebra“ eröffnet, mit modernen EBM Synthesizersequenzen und druckvollem Drumming in „Tristeza“, bevor erneut alle Spuren gefüllt werden.
Nicht nur instrumental vollführen FOREVER SLAVE damit einen großen Schritt zu noch mehr Tiefe und Facettenreichtum: Das am 26. September 2005 erscheinende Debütalbum „Alice’s Inferno“ greift gleich zwei Klassiker der Weltliteratur auf und vermengt sie zu einem anspruchsvoll gruseligen Konzept: Eines Abends findet sich die heranwachsende Alice mit blutigen Händen vor den brutal ermordeten Leichen ihrer Eltern wieder, jede Erinnerung der Geschehnisse scheint aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Der grausigen Tat bezichtigt, sperrt man das Mädchen in ein Sanatorium, wo Alice, alleingelassen mit ihrer zweifelnden Seelenqual bitterer, ungewisser Amnesie, beginnt nach Antwort zu suchen. Mit Hilfe eines Rituals entkommt ihre Seele dem sterblichen Körper und begibt sich auf eine finstere Wanderschaft. Durch bedrohliche Schattenwelten, Gedanken von Gewalt und Selbstmord, aber auch wirrer Rauschträume und mitfühlender Liebe, sucht sie Geister und surreale Charaktere auf, die ihr helfen zur infernalen Stunde des schaurigen Ereignisses zurückzukehren und schließlich die Wahrheit zu finden. Die Konzept-Geschichte findet seinen Ursprung in Dante Alighieris epischen Meisterwerk der „Göttlichen Komödie“, in der sich der Erzähler auf eine Reise durch das Reich der Toten begibt, während der er bekannte Persönlichkeiten trifft. Jahre später tut es ihm der englische Mathematiker und Autor Lewis Carroll gleich und lässt mit „Alice im Wunderland“ ein Kind Abenteuer in einer traumartigen Unterwelt bestehen, die vor Paradoxien und absurden Geschöpfen nur so wimmelt. Keine leichte Kost, deren sich Lady Angellyca für ihre moderne und zugleich zutiefst mystische Erzählung angenommen hat !

„Lasst alle Hoffnung fahren, die ihr eintretet“ lautet die Inschrift zum Tor der Hölle Dantes und getreu diesem Wahlspruch spinnen sich die melancholischen Melodien um blutrünstige Träume in „Alice’s Inferno“ mal in englischer, mal in spanischer Sprache verfasst, auf dem Weg zur Erlösung oder grausamster Erkenntnis. Und wenn auch hier bald der Nebel über die hitzetrockenen Pflaster kriecht, in dem die Seelen auf Wanderschaft gehen, sind FOREVER SLAVE gekommen um die Gothic-Metal-Szene in süßer Sklavenschaft unwiederbringlich gefangen zu nehmen.

Genre: Gothic/Metal

Homepage: http://www.foreverslave.com/

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Artikel im Magazin, bei denen Forever Slave Hauptthema ist:

20.12.2005Forever Slave: Alice´s Inferno(Rezension: Musik)

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