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Interview (Musik)Blättern: Vorheriger Artikel | Nächster Artikel

Saltatio Mortis: Der Traum von Afrika

Ein halbes Jahr ist es her, dass ich die Jungs von Saltatio Mortis treffen konnte. Auf dem Burgfolk hab ich sie mir dann wieder geschnappt und über die Zukunft ausgefragt, was zwischendurch ziemlich peinlich wurde. Aber dennoch sehr informativ und auch sehr sehr lustig!

Nadine:
So, cool, das ihr da seid. Wen haben wir denn überhaupt gerade da?

Lasterbalk:
Zu meiner Linken sitzt Alea, der Bescheidene...

Alea:
Und zu meiner Rechten sitzt Lasterbalk, der Lästerliche. Und ja, ich musste überlegen was rechts und links ist.


Lasterbalk, Nadine, Alea

Lasterbalk:
Das Schöne ist, wenn er jetzt logisch denken könnte, dann wüsste er, wenn er zu meiner Linken sitzt, dann muss ich logischerweise zu seiner Rechten sitzen.

Alea:
Da ich aber weiß, dass mein Kollege hier Schlagzeuger ist kann er sich auch irren.

Lasterbalk:
Unwahrscheinlich (Alea lacht). Möglich aber unwahtscheinlich. Und da wir gerade bei Wahrscheinlichkeiten sind, die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schlagzeuger sich irrt ist immerhin um ein Vielfaches geringer als das ein Sänger sich irrt. Magst du mal eine Frage stellen? (lacht)

Alea:
Sonst fangen wir an Fragen zu stellen (grinst)

Nadine:
Hattet ihr denn viel Stress heute?

Alea:
Also ich würde sagen, der Stress ist auszuhalten. Was ein bisschen schwierig ist, ist das Defizit von Schlaf, dass auch nach einem gepflegten Frühstück eines Kasper dann zu den Sachen führt, die wir hier gerade machen. Nach müd kommt blöd.

Nadine:
Woher kamt ihr denn heute Nacht?

Lasterbalk:
Aus Gießen. Wir haben dieses Wochenende auf einen Nightliner verzichtet, wofür ich mich jetzt schon in den Hintern getreten habe, dass wir das taten, da ich heute Morgen um 06:30 von der gelben Gefahr geweckt worden bin.

Nadine:
Die gelbe Gefahr?

Lasterbalk:
Bruder Frank, der Quotenasiate, Tarnname: Die gelbe Gefahr. Vor Allem wenn er morgens am Bett steht und was will.

Nadine:
Und was wollte er?

Lasterbalk:
Dass ich aufstehe!(lacht)

Alea:
Gelbe Gefahr schließt damit ein, dass er sich jeden Moment in Gefahr begiebt wenn er einen morgens um sechs Uhr weckt.

Lasterbalk:
Das ist das Gleiche wie mit Telefonbüchern, ja, steht viel drin und sind zu nichts zu gebrauchen, das ist mit dem auch so.

Nadine:
Ihr kennt das Burgfolk ja schon, ist nicht das erste Mal, dass ihr hier spielt. Ihr seid auch die allerletzte Band. Hat das irgendeine Bedeutung für euch, dass ihr der würdige Abschluss des Festivals seid?

Lasterbalk:
War ja letztes Jahr auch so... Und davor das Mal auch.

Nadine:
Aber dieses Jahr geht das Burgfolk ja sogar zwei Tage.

Lasterbalk:
Jede Band freut sich wenn sie Headliner spielen kann auf einem Festival. Ich glaube, wenn eine Band sagen würde, es ist ihr scheißegal dann lügt sie. Es gibt aber durchaus Situationen wo ich zum Beispiel ganz froh bin wenn ich nicht Headliner spielen muss. Das ist nämlich auch so, das haben wir auch lernen müssen im Laufe der letzten Jahre, dass die letzte Band nicht immer unbedingt den besten Slot hat. Da ist ein Publikum halt einen Tag lang schon durchgefeiert, was weiß ich, verregnet und wieder getrocknet und dann wieder verregnet und das ist anstrengend. Aber auch Ruhm und Ehre. Sag du doch mal was dazu.

Alea:
Es gibt natürlich auch, wenn man früher spielt, Dinge die sehr sehr wichtig sind zum Beispiel wenn man nicht als Letztes spielt kann man bei den Musikern die noch spielen müssen dafür sorgen, dass das Catering geplündert ist. Das sind alles so Dinge, da hat man die größere Auswahl. Das ist auch schön um mal ganz ehrlich zu sein. Lang und breit und ausgelassen zu spielen.

(Frank kommt rein)

Nadine:
Da ist die gelbe Gefahr. Hallo!

Frank:
Ich nix sprechen deutsch.

Nadine:
Dich hatte ich doch auch mal im Interview!

Lasterbalk:
Nee das war die Nummer 36, das ist Nummer 42...(beide lachen)

Nadine:
Ach, ihr tauscht die immer aus?

Lasterbalk:
Ja, da gibt's ja genug von

Nadine:
Sehen ja auch alle gleich aus.

Lasterbalk:
Ja genau, die fliegen dann von der Burgmauer und dann kommt der nächste. Und wenn sie schmollen auch!

Nadine:
Wo war ich denn jetzt? Du bringst mich ganz raus!

Lasterbalk:
Sag ich ja, zu nichts zu gebrauchen, wie ein Telefonbuch. Gelb und dick und zu nichts zu gebrauchen. Oh, der Spruch ist neu!

Nadine:
So, jetzt aber mal weiter. Wir haben uns ja das letzte Mal Ende 2009 getroffen. Wie erging es euch denn seitdem? Gibt es da was Besonderes zu berichten?

Alea:
Ich hab mehr Falten, er mehr graue Haare...

Nadine:
Also seid ihr einfach nur gealtert?

Lasterbalk:
Nein, nein, nein, wir sind ja Männer, wir werden interessanter!

Nadine:
Ich hab das ja nicht im Negativen gemeint...

Alea:
Gereift!

Nadine:
Ja genau, wie ein guter Wein...

Lasterbalk:
Ein guter Käse! (lacht) Also, das Meiste, was ich hier bei meiner Band so rieche, riecht auch nach überlagertem Käse beim älter werden.

Alea:
(lacht) Lass uns einfach weitermachen! Haben wir die Frage jetzt schon beantwortet?

Lasterbalk:
Ja, haben wir. Du musst aufpassen, Alea, das meinte ich mit Wahrscheinlichkeiten.

Alea:
Ich bin kurz eingenickt, das Alter...

Lasterbalk:
Jetzt lass die Dame doch mal, sonst werden wir hier nie fertig!

Nadine:
Was gibt's denn heute für eine Show?

Lasterbalk:
Eine Rockshow! Steht ja auch auf der Homepage, dafür gibt's ja diese lustigen keinen Icons.

Nadine:
Sorry...

Lasterbalk:
Macht ja nichts!

Nadine:
Deswegen bin ich ja auch hier um euch zu fragen.

Alea:
Du wirst dich nach diesem Interview sowie an nichts mehr erinnern. Deine Probleme werden dahin sein, dein Verstand auch aber das ist okay. (lacht)

Nadine:
Ihr habt ja vor einer Weile die Manufactum II herausgebracht. Erzählt doch mal davon!

Lasterbalk:
Wir haben die Songs rausgegeben, da wurde eine CD draus gemacht, ein Booklet reinsortiert und dann haben wir es verkauft.

Nadine:
Das ist aber ein bisschen dürftig... Wie ist die denn bisher angekommen zum Beispiel?

Alea:
Angekommen ist die sehr gut. Also, ich mein, es ist ja auch ein sehr gutes Album. Es hat genau das ausgelöst, was wir uns gedacht hatten, als wir uns entschlossen haben, die zu machen. Diese Idee wurde sehr schnell geboren, deswegen Hals über Kopf in viel Arbeit gestolpert, aber es hat sich gelohnt, es ist wirklich eine großartige Sache. Es hat einfach die Kluft, die immer wieder viele Neider und Hasser, die einen so umringen mit erhobener Hand geschlossen. Ja, von wegen keine Mittelalterband mehr, diese sind jetzt zum Schweigen verurteilt denn wir haben mit der Platte gezeigt, dass wir eine Mittelalterband sind, immer noch und dass wir immer noch merken, dass wir das gerne machen und das wir da immer noch Feuer und Funke versprühen.

Nadine:
Spielt ihr denn persönlich lieber Rock- oder Mittelaltershows?

Alea:
Er ist ja bei Mittelaltershows immer betrunken. (lacht)

Lasterbalk:
Das war jetzt ein Mal! Also beides. Ich möchte auf keines der beiden verzichten!

Nadine:
Es gab einen Videocontest zu der Manufactum II. Was wolltet ihr damit bezwecken?

Lasterbalk:
Wir haben festgestellt, dass wir eine Menge an kreativem Potential in unseren Fanreihen haben und es war eine wirkliche Spontanidee, dass es doch mal schick wäre, zu sehen was unsere Fans so auf Video zaubern können wenn man sie fragt. Und das Schöne an diesem Internetmedium ist ja, dass du alles mögliche machen kannst. Und das haben wir einfach mal ausprobiert.

Nadine:
Wieviel Einsendungen habt ihr bekommen? So grob übern Daumen?

Alea:
Das kann man nicht wirklich sagen, das waren so viele

Lasterbalk:
Das waren viel mehr als ich erwartet hatte.

Alea:
Und da waren echt coole Sachen dabei, meine Fresse, das war schon groß!

Nadine:
Wird es denn sowas nochmal geben?

Alea:
Wer weiß...

Lasterbalk:
Diese Art von Internetnutzung und Kommunikation die wir da so spielerisch für uns entdecken, die wollen wir auch genau so lassen, so spielerisch. Weil wenn wir da jetzt anfangen zu planen wie wir das machen dann verliert das so ein bisschen die Spontanität die das für uns auch hatte und das macht es aus. Ich fände das sehr schade wenn das alles mit Drehbuch und Planung und lalalla funktioniert...

Nadine:
Am 15.10. gibt es ja dann in Wuppertal euer Jubiläum. War es schwer die musikalischen Gäste dafür zusammenzusuchen oder wollten die alle sofort dabei sein?

Lasterbalk:
Ich war brutal überrascht, wie leicht das war! Ich hatte mir so eine Wunschliste gemacht, wen ich gerne dabei hätte, so aus dem Hintergedanken heraus wem man wann in welcher Form über den Weg gelaufen ist. Das war halt die eine Geschichte, mit wem hat man welche Wegstrecke zurückgelegt und sich wechselseitig in guter Erinnerung behalten und das andere war, wie kriegt man das auch in den musikalischen Kontext. Das muss ja auch in irgendeiner Form auch in den Lieder passen denn man kann ja nicht den ganzen Abend lang immer wieder jemand Neues auf die Bühne holen, das muss man ja auch irgendwie auf ein Showkonzept hin machen. Das waren so die zwei Variablen. Und nachdem wir klar hatten "So können wir uns das vorstellen" haben wir die Leute angerufen, das hab ich nicht machen können... oder dürfen... wie auch immer, und dann waren alle extrem schnell am Start. Ich hab da mit mehr Absagen gerechnet. Ich war wirklich extrem positiv überrascht. Es gab eigentlich gar keinen Stress und die waren alle superlieb und pflegeleicht und sind es immer noch.

Nadine:
Gab es denn irgendwen, den ihr gerne haben wolltet, der abgesagt hat?

Alea:
Phil Collins war leider nicht zu haben

Lasterbalk:
Ja, ich hab Freddy Mercury angefragt bis man mir dann erklärt hat, dass er tot ist. Das war ein schwarzer Tag in meinem Leben.

Nadine:
Das tut mir leid. Kommst du denn damit klar?

Lasterbalk:
Nein. Seitdem Psychotherapie.

Nadine:
Doro ist dann ja auch dabei und wird sicher Salomé performen. Werden denn die anderen Leute auch alle mit euch spielen oder auch eigene Sachen? Wie läuft das?

Lasterbalk:
Das will ich noch nicht verraten aber wir haben sie alle in unseren Songs eingebunden

Nadine:
Klingt auf jeden Fall cool. Wie sieht das mit den Karten aus?

Lasterbalk:
Wir sind seit vier Monaten ausverkauft. Die Aftershowparty war in drei Tagen ausverkauft und das Konzert in zwei Monaten

Nadine:
Was genau ist dann die Aftershowparty?

Lasterbalk:
Wir haben, wie schon am Anfang erwähnt, nicht nur unsere rockige Seite sondern unsere Wurzeln auf dem Mittelaltermarkt und eigentlich wollten wir zu der zehn Jahresfeier auch beides irgendwie würdigen. Jetzt ist es aber halt so, wenn wir aus den Rocksongs und den Mittelaltersongs auswählen und daraus eine kombinierte Show machen, das funktioniert nicht. Das ging nicht alles auf eine Bühne, wie wir uns das vorgestellt haben. Da haben wir lange hin und herüberlegt und dann haben wir veschlossen, wir machen im guten alten Stil eine Aftershowparty wo wir hinterher so richtig schön unplugged spielen nochmal. Und da gab es ein Kombiticket, Konzert plus Aftershowparty, weil das wird halt eine kleinere Zahl in der Stadthalle, auch total schönes Ambiente, und da haben wir auch nicht länger drüber nachgedacht, ob es da irgendwelche Probleme geben könnte. Und nach drei Tagen haben wir den Vorverkauf stoppen müssen, weil das aus allen Nähten geplatzt wäre...

Nadine:
Tja, ihr seid halt beliebt.

Lasterbalk:
Aber ich war wirklich überrascht! Aber man lernt ja nie aus!

Nadine:
Aber man muss ja schon zugeben, dass ihr bei dem ganzen Rock-Mittelalterding zu den ganz Großen gehört...

Lasterbalk:
Ich glaube, das kann man wen man da so drinsteckt nicht beurteilen.

Alea:
Ist wahrscheinlich auch ganz gut so.

Lasterbalk:
Also, ich sitz nicht mit Alea im Bus und diskutiere darüber, wie weit wir gekommen sind. Wir haben so viele Ideen und Projekte und auch Probleme mit denen wir zu kämpfen haben, teilweise aus dem Alltag, teilweise terminlicher Natur, da haben wir wirklich Besseres zu tun als darüber nachzudenken wo die Band in der Aussenwahrnehmung steht.

Nadine:
Und wie sieht das international so aus?

Lasterbalk:
Das Problem ist, diese Szene, also wir sind ja eine Szeneband, aber diese Mittelalterszene, wie wir sie hier in Deutschland kennen, hat kein internationales Pendant. Und damit steht und fällt eine Szeneband. Wir spielen zwar immer mal wieder über den Grenzen aber es ist wirklich auffällig, dass diese Szene ausserhalb Deutschlands nicht existiert.

Alea:
Ich mein, man sieht das ja genauso, es gibt so viele schwedische Bands die in Schweden zwar wahrgenommen werden aber wirklich groß sind sie in Deutschland!

Nadine:
Schade eigentlich...Wie sieht es denn mit der Zukunft von Saltatio Mortis, was können wir erwarten?

Lasterbalk:
Viel Stress! (lacht) Also aus meiner persönlichen Perspektive viel Stress. Wir sind im Moment ganz fleißig dabei Songs zu schreiben, zusammenzustellen, zu editieren, zu verwerfen, neu zu machen für ein neues Rockalbum. Es ist wie immer eine ewig schwere lange Geburt und man fragt sich immer wieder, wieso man es immer wieder aufs Neue macht. Das ist ein immer wiederkehrender Zyklus aber es ist auch schön. Wir haben jetzt wieder festgestellt in der Akte Songschreibephase, dass wir viel gelernt haben und auch schon wieder Fehler gemacht haben, bei denen wir uns geschworen haben, die nie wieder zu machen

Alea:
Richtig!

Lasterbalk:
Also da sind wir im Moment ganz massiv dabei, das ist so die eine Geschichte. Das Album wird so August, September nächsten Jahres kommen irgendwann. Und die zweite große Geschichte ist natürlich Wuppertal, da wollen wir eine DVD aufnehmen. Das ist für uns Neuland, da muss man so furchtbar viel beachten, dass wir da ganz gut mit der Vorbereitung beschäftigt sind. Nebenbei ist das ein Großevent, den wir komplett selbst organisieren, das heißt da ist halt auch eine ganze Menge Neues für uns zu entdecken und auch eine ganze Menge Potential was alles schiefgehen kann. Dann muss die DVD mitgeschnitten werden, dann muss sie bearbeitet werden, die ganze Post-Produktion der DVD gemacht werden. Das soll alles im Idealfall bis Weihnachten abgeschlossen sein. Dann fahren wir vier Wochen nach Afrika, dann gehen wir ins Studio und dann sind wir schon wieder im nächsten Frühjahr.

Nadine:
Was macht ihr in Afrika?

Beide:
URLAUB!

Lasterbalk:
Nachdem der Mümmelstein, der Samuel und ich letztes Jahr offroad quer durch Südwest-Afrika gegondelt sind, sind wir zurückgekommen mit einem Haufen an Eindrücken, Fotos und Leuchten in den Augen, dass der ganze Rest sagte "Ich will auch" und jetzt fahren wir alle zusammen.

Nadine:
Quasi ein Bandurlaub.

Lasterbalk:
Die Band und noch ein paar Irre vom MPS, das wird sicher abenteuerlich. Also ich weiß ja, worauf ich mich da einlasse, der Rest der Jungs ist glaub ich noch nicht ganz schlüssig wozu er da JA gesagt hat.

Nadine:
Und dann geht's offroad durch die Walachei?

Lasterbalk:
Wir haben letztes Jahr fast 6500 Kilometer und davon große Strecken offroad zurückgelegt und dieses Jahr haben wir noch eine Woche mehr und mehr vor. Namibia, Sambia, Simbabwe, Botswana.

Nadine:
Dann bringt mal schöne Fotos mit! Wird es denn auch ein Tagebuch geben?

Lasterbalk:
Vielleicht. Von der letzten Reise hab ich auf meiner MySpace-Seite ein paar Fotos hochgeladen und ein paar Kommentare dazugeschrieben. Ich wollte tatsächlich ein Reisetagebuch schreiben allerdings als ich zurückkam, brachen die drei Wochen einfach ab und ich bin leider nicht dazu gekommen.

Alea:
Also ich werde KEINS schreiben. Ich hab mir nämlich vorgenommen, dass ich da unten nichts tun werde.

Lasterbalk:
Ausser überleben.

Alea:
Das ist nämlich der erste Urlaub seit sehr langer Zeit.

Nadine:
Fahrt ihr denn heute direkt weiter?

Lasterbalk:
Ja, leider. Der Veranstalter, der Michael Bohnes, der ist ja inzwischen auch ein sehr guter Bekannter von uns und da ist es seit drei, vier Festivals schon durchaus Standard, dass wir uns morgens an der Bar im Hotel treffen und er war vorhin auch sehr geknickt, dass wir uns heute Abend nicht an der Bar sehen. Ich übrigens auch.

Nadine:
Wo geht's denn dann hin?

Alea:
Nach Speyer. Wir werden ziemlich direkt nach dem Auftritt unseren Sprinter satteln und Richtung Speyer fahren.

Nadine:
Das heißt keine Autogrammstunde?

Lasterbalk:
Doch, wir werden auf jeden Fall nach dem Konzert wie immer rauskommen und in aller Ruhe natürlich am Merchandise-Stand für Gespräche, Fots, Autogramme und Bierbestechung offen sein und dann wird irgendwann Kai kommen und uns einsammeln und dann geht's halt weiter.

Nadine:
Dann wahrscheinlich wieder mit wenig Schlaf

Lasterbalk:
Ach weißt du, das ist letztendlich ein Wochenende, das geht schöner, aber das ist völlig okay. Da hatten wir schon weitaus schlimmere Sachen

Alea:
Oh ja...

Lasterbalk:
Deswegen mag ich da gar nicht groß rumjammern

Nadine:
Das heißt?

Lasterbalk:
Mailand, Frankfurt, Hamburg, Wilhelmshafen...

Nadine:
Gibt es denn hier auch bald wieder eine Tour?

Lasterbalk:
Erst zum Album. Wir werden jetzt zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, nochmal am Stück unterwegs sein, zehn Tage. Und dann gehen wir direkt nach Afrika.

Nadine:
Gab es denn hier auch eine Band auf die ihr euch gefreut habt?

Lasterbalk:
Natürlich, die Feuerschwänze! Wir haben auch schon gerade ihren Backstage-Raum aufgeräumt, weil die das irgendwie nicht hingekriegt haben.

Alea:
Und die Rechnung werden wir denen nachher noch bringen.

Lasterbalk:
Hab ich schon, ich hab eine Rechnung geschrieben.

Alea:
Weil Ordnung muss sein, das haben die bei uns auf Tour gelernt aber man hat schon wieder gemerkt...

Lasterbalk:
...das reißt ein. Wir haben dann Stühle, Tische, Süßigkeiten und sowas alles rausgeräumt, nicht, dass die sich weh tun und dann haben wir ihnen einen Tisch und einen Stuhl stehenlassen und eine Rechnung draufgelegt, 250 Euro für Aufräumarbeiten. Deswegen kam die Steffi gerade hier rein und war ein bisschen irritiert. Die wollte wahrscheinlich ihre Süßigkeiten zurückhaben. Aber geht ja gerade nicht, wie sind ja im Interview. (grinst)

Nadine:
Ist denn da auch mal was zusammen geplant?

Lasterbalk:
Wie meinst du das?

Nadine:
Naja so musikalisch?

Alea:
(verwirrt) Wir waren ja jetzt mit denen zusammen auf Tour?

Ja aber habt ihr da auch was zusammen gemacht?

Alea:
Ja??

Nadine:
Ja, weiß ich ja nicht, ich war ja nicht da!

Alea:
Na und warum warst du nicht da? Na? Warum?

Nadine:
Weil ich keine Zeit hatte! Wurde ich akkreditiert? NEIN!

Alea:
Unglaublich!

Nadine:
Ja, nächste Mal!

Lasterbalk:
Dann musst du halt Eintritt zahlen!

Alea:
Ja! Machen andere Menschen auch!

Lasterbalk:
Es gibt ganz viele rechtschaffende Menschen, die das auch machen!

Nadine:
Wisst ihr was ich alles mache? Ich arbeite, ich studiere und ich mache noch dieses Magazin!

Alea:
Weißt du was wir alles machen?

Nadine:
Ja, aber ihr kriegt dafür aber auch Geld!

Alea:
WIR sind deine Freizeit!(lachen)

Nadine:
Ja, dann eben nächstes Mal, sorry, ich wusste das nicht... Also ihr habt musikalisch was zusammen gemacht, das ist jetzt echt peinlich...

Lasterbalk:
Werden wir jetzt aber nie wieder machen und schon gar nicht wenn du da bist!

Nadine:
Verdammt...Na dann schleich ich mich einfach rein und dann kriegt ihr das gar nicht mit. So, was macht ihr jetzt?

Lasterbalk:
Moment. Was ich mache ist jetzt ein Foto von dir.

Alea:
Das geben wir dann dem Tourmanager und dann wollen wir das doch mal sehen!(lacht)

Nadine:
Ihr seid echt gemein...Habt ihr denn heute noch viel zu tun?

Lasterbalk:
Ja. Wir haben noch ein Konzert zu spielen.

Alea:
Showvorbereitung, ca 2,5 Stunden...Also ich zumindest.

Nadine:
Ja du sowieso! Auch wegen Stimme aufwärmen und so.

Alea:
Ja, aufwärmen tut er sich auch. Das macht eigentlich jeder, jeder spielt sich ein. Das sollte auch jeder Musiker tun! Aber soviel mehr gibt es nicht

Lasterbalk:
Make-Up, Haare, Fingernägel...

Alea:
Also ich nicht, ich steh zu meinen Falten! Wie war das? "Du färbst dir deine Haare und du solltest!"? (lacht)

Lasterbalk:
Jaja, das ist ein Witz den jemand anderes gemacht hat.

Alea:
Ja und der ist gut! (lacht noch lauter)

Nadine:
So, das war es dann eigentlich an Fragen, dann bedanke ich mich, dass ihr so redefreudig wart!

Alea:
Kein Problem (grinst)

www.saltatio-mortis.com

Art des Interviews: face2face
04.09.2010 by HerInfernalMajesty

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